11. Juli 2017

productronica 2017

Schaulaufen für Kabel, Wickelgüter und Hybride Bauelemente

„Wireless“ ist zwar in aller Munde, aber die großen technologischen Herausforderungen unserer Zeit wie Energiewende, Highspeed-Internet, Industrie 4.0 oder Elektromobilität finden ohne Kabel nicht statt. Deswegen zählte der Cables, Coils & Hybrids Cluster schon auf der letzten productronica zu den Highlights der Messe. Dieses Jahr bildet die Halle A5 den Rahmen, in dem sich Aussteller und Besucher über die neuesten Entwicklungen und Fertigungstechnologien in dem Bereich austauschen können. Die productronica findet von 14. bis 17. November 2017 auf dem Gelände der Messe München statt.

Der aktuellen Geschäftsklimaumfrage der VDMA Fachabteilung Productronic zufolge erwarten die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikproduktion dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 10,5 Prozent und für nächstes Jahr ein Plus von 6,8 Prozent. Dafür sorgen neben dem weiterhin schwachen Eurokurs die wachsende Nachfrage aus der Automobilbranche nach Elektronik sowie die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion und im Konsumer-Bereich.

Auch der aktuelle Ausblick auf den Welt-Elektromarkt verspricht Gutes. Für das laufende Jahr sowie auch für 2018 geht der ZVEI jeweils von einer vierprozentigen Steigerung aus. Damit bleibt die Wachstumsrate eines der größten Industriegütermärkte der Welt stabil. Gute Nachrichten also für Cables & Coils. Da sie elektrische Energie und elektronische Daten übertragen oder transformieren, werden sie von praktisch allen Branchen der Industrie nachgefragt.

Kabel: Der direkte Draht
So bilden etwa Kabel im Verborgenen das Kreislaufsystem jedes Netzwerks. Die drahtlose Konkurrenz ist da oftmals eingeschränkt hinsichtlich Stabilität, Datensicherheit und Geschwindigkeit. Deswegen lassen sich herkömmliche Leitungen zur Kommunikation und Steuerung auch weiterhin in vielen Bereichen nicht durch „wireless“ ersetzen.

Dabei sind die Anforderungen an die Kabel so vielfältig wie die Anwendungen. So müssen sie nicht nur fehlerfrei funktionieren, sondern ebenso hohe Ströme leiten, Hitze vertragen, immun gegen elektromagnetische Störungen und biokompatibel für medizinische Zwecke sein. Oder etwa in der Industrierobotik extremen mechanischen Belastungen standhalten.

Und die Bordnetze moderner Fahrzeuge sollen neben höchster Zuverlässigkeit und erweiterter Funktionalität zusätzlich günstiger und leichter werden. Das heißt für die Kabelsatzfertigung: ein Plus an Qualität, Automatisierungsgrad und Produktivität. Dazu kommt, dass fehlerhafte Verbindungen oder Kabelbruch spätestens bei Assistenzsystemen und autonomen Fahrzeugen fatale Folgen haben können. Der immer noch hohe manuelle Anteil zwingt deshalb zu hocheffizienter Fehlerprävention und Software-gesteuerter Qualitätssicherung.

„Allgemeine“ Manufacturing Execution Systeme (MES) sind diesen Anforderungen nicht gewachsen. Deswegen haben Unternehmen wie Komax, seit 30 Jahren Aussteller der productronica, und DiIT ein MES entwickelt, das für durchgängige Transparenz in allen Fertigungsbereichen sorgt und exakt auf die kabelverarbeitende Industrie zugeschnitten ist.

Qualität durch Automatisierung
Für Qualität sorgt auch Schleuniger, der letztjährige Gewinner des productronica Innovation Awards, mit SmartDetect. Das sensorgesteuerte System überwacht in Echtzeit den kompletten Abisolierprozess und erkennt unerwünschte Berührungen des Messers mit dem Leiter, um fehlerhafte Abisolierungen automatisch auszusortieren.

Überhaupt steigt die Nachfrage nach automatischen und flexiblen Bearbeitungssystemen. So trennt die ShieldCut 8100 von Schleuniger als erste Maschine Kabelabschirmungen halbautomatisch und macht damit die Verarbeitungspräzision unabhängig vom jeweiligen Bediener.

Auch im Schaltschrankbau schlummern noch eine Menge Rationalisierungspotenziale. Komax hebt sie mit dem Kabelautomaten Zeta 630. Vollautomatisch konfektioniert er komplette Kabelsätze und senkt damit die Verdrahtungszeit um 50 Prozent schon ab Losgröße 1.

Steckverbinder: Trennen und Verbinden
Kein Kabel ohne die dazugehörige Verbindungstechnik. Und die ist eng mit der Kabeltechnik verbunden und damit ebenso vom tatsächlichen Einsatz abhängig. So muss beispielsweise beim Ersatz von Kupfer durch Aluminium im Fahrzeugbau auch die Crimptechnik für Steckverbinder angepasst werden. Oder für den Einsatz in medizintechnischen Geräten ist üblicherweise der Eintritt von Flüssigkeiten alle Art zu verhindern. Wieder andere Anforderungen stellen sich an flexible Leiterplattenverbinder für die Automobil- und Industrieelektronik wie sie SUMIDA flexible connections aus Radeberg liefert oder an die Steckverbinder von TE Connectivity, die aus dem Zuhause ein „Connected Home“ machen.

Wickelgüterfertigung: Magnetfelddesign auf höchstem Niveau
Ob Elektromotor, Transformator oder Magnetfeldsensor – die Anwendungen für induktive Bauelemente könnten unterschiedlicher nicht sein. Und an jede werden andere Ansprüche gestellt. So gilt für alle elektrischen Maschinen das Gebot: kleiner, leichter und vor allem effizienter. Immerhin verbrauchen Antriebssysteme beachtliche 70 Prozent des industriellen Stroms, was zunehmend zu internationalen Normen und nationalen Gesetzen zum Zwecke der Energieeinsparung führt. Für die Branche bedeutet das Innovationen sowohl bei den Isolationsmaterialien als auch in den Prozesstechnologien. Etwa durch gleitoptimierte Wickeldrähte, die gleichermaßen die Effizienz von Elektromotoren als auch deren Fertigung steigert. Spezialisten auf dem Gebiet sind unter anderen Meteor und Marsilli.

Wickelgüter finden sich aber auch in Aktuatoren für das Dosieren, Bewegen oder Verriegeln im Medizinbereich. Mit dem modularen Magnetbaukasten von Schlaeger M-Tech lässt sich zum Beispiel ein individuell angepasstes Quetschventil mit hoher Klemmkraft „bauen“.

Hybride Bauteile: Two in one
Kleiner, leichter, kompakter und günstiger – das erfüllen maßgeschneiderte Komponenten aus der Verbindung von Metall und Kunststoff. Sie vereinen die Vorteile der verschiedenen Werkstoffe und können so mehrere Funktionen zugleich erfüllen. Die Abnehmer kommen in der Hauptsache aus der Automobilindustrie, der Kommunikationsbranche und auch aus der Elektronik. Eine ganze Reihe von Ausstellern zeigt auf der productronica wie etwa durch neuartige Verfahren zur Hybridfertigung in einem Arbeitsschritt spritzgegossene Kunststoffbauteile mit metallischen Schichten versehen oder Kunststoffkomponenten in Metall gefügt werden.

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Schlussbericht

Das war die productronica 2017

Volle Hallen, konstruktive Gespräche und positives Feedback. Erleben Sie die Highlights der Veranstaltung 2017 noch einmal nach.

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Hier präsentiert sich der komplette Markt

Die einzige Messe, welche die gesamte Wertschöpfungskette der Elektronikfertigung abbildet.

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