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02.03.2016

80 Milliarden für Innovatoren

Die EU richtet ihre Forschungsförderung verstärkt auf den Mittelstand aus. Im Programm „Horizon 2020“ stehen von 2014 bis 2020 satte 80 Mrd. € bereit.

Der Weg zur Förderung führt über das „Participant Portal“. Hier sind alle Ausschreibungen des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizont 2020 zu finden und hier allein können die Antragsteller Projektentwürfe einreichen. Experten raten, sich frühzeitig zu registrieren.

Die Anmeldung ist zu komplex, um sie auf den letzten Drücker schaffen zu können. Doch sie ist zwingend: Denn Berater dürfen die Anträge nicht mehr stellen – der Projektkoordinator als Vertragspartner muss sie neuerdings selbst einreichen.

Der Aufwand kann sich lohnen: Horizon 2020 ist mit einem Budget von 80 Mrd. Euro das weltgrößte Forschungs- und Innovationsprogramm. Es soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft stärken und länderübergreifende Kooperationen forcieren. Dafür setzt das Programm auf drei Säulen auf: „Forschungsexzellenz“, „Industrielle Führerschaft“ und „Gesellschaftlicher Wandel“.

Für kleine und mittlere Unternehmen sind in den Säulen „Industrielle Führerschaft“ und „Gesellschaftlichen Wandel“ ein Fünftel der Mittel (8 Mrd. €) reserviert. Gefördert werden Machbarkeitsstudien (bis 50.000 €) und Prototypen bzw. Demonstratoren (0,5 – 2,5 Mio. €). Auch zur Markteinführung von Innovationen gibt es diverse Unterstützungsmaßnahmen.

Sechs Schlüsseltechnologien, darunter Photonik, Mikro- / Nanoelektronik und innovative Fertigungstechnologien (z.B. 3D-Druck) stehen im Fokus. Allerdings sollten Interessenten aus diesen Bereichen Zeit für die Suche nach Ausschreibungen einplanen – das typische Los der Enabler-Technologien. Dafür winken bei forschungslastigen Projekten (Research Innovation Action) bis zu 100 Prozent und bei marktnaher Forschung (Innovation Action) immerhin bis zu 70 Prozent Förderquote. Überschlägig ist auf Basis der Arbeitsprogramme allein 2016 und 2017 mit etwa 300 Mio. € für Projekte mit Bezug zur Photonik zu rechnen. Dieses Budget dürfte in den Folgejahren noch deutlich steigen.


Erfolgreiche Anträge – gewusst wie!

Grundsätzlich müssen mindestens drei voneinander unabhängige Unternehmen / Institute aus drei EU-Staaten oder assoziierten Ländern beteiligt sein. Kleine und mittlere Betriebe können auch Einzelförderungen beantragen, müssen aber den europäische Mehrwert ihres Projekts erklären. Wer Projektpartner und Rat sucht, kann sich u.a. an die Beratungsstellen des enterprise europe network wenden, die in über 30 deutschen Städten und europaweit zu finden sind.


Um erfolgreiche Anträge zu stellen, sollten Antragsteller einige Tipps beherzigen:

  • Schreiben Sie Anträge wie einen Business Plan! Er sollte beantworten, warum das geplante Produkt für Europa relevant ist, welches Marktpotential sich bietet, wer potentielle Partner in der Wertschöpfungskette sind und welche Meilensteine bis zur Markteinführung erreicht werden sollen.

  • Die EU-Ausschreibungen unterscheiden neun Technology Readiness Level – also Reifestadien von Grundlagenforschung bis zur Markteintrittsphase. Antragsteller müssen ihr Projekt realistisch in diese Level einordnen. Anträge, die nicht exakt zur Ausschreibung passen, werden sofort und endgültig aussortiert.

  • Übersicht ist gefragt. Gutachter haben im Schnitt nur 1,5 Stunden Zeit, um bis zu 70-seitige Anträge zu lesen. Saubere Gliederung, Tabellen, Grafiken, Bilder, und das Aufschlüsseln von komplexen Themen in Fragen und Antworten helfen dem Gutachter – und dem Antragsteller. Auch Suchmaschinenoptimierung ist ratsam!

  • Erfolgreiche Projektanträge leben von überzeugenden Konsortien. Partner sollen sich in ihrem Knowhow ergänzen und möglichst auch verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette abdecken.

  • Informierte Antragsteller haben bessere Chancen. Die Ausschreibungsgremien sind offen. Mitarbeit ist hilfreich, um früh von Ausschreibungen zu erfahren. Auch ein Seitentausch kann helfen. Die EU-Kommission sucht ständig fachkundige Gutachter, die Anträge beurteilen.

  • Die Erfolgsquote der Anträge schwankt je nach Branchenschwerpunkt zwischen zwei und zehn Prozent. Neun von zehn Anträgen bleiben also erfolglos. Es gilt also abzuwägen, ob die Idee den Aufwand der Antragstellung rechtfertigt.

  • Geförderte Projekte haben eine Veröffentlichungspflicht. Schon Anträge müssen darlegen, welche Publikationen, Webseiten, Tagungen etc. geplant sind. Hier gilt: Realistisch bleiben, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege vorab klären und wichtig (!) Arbeiten kontinuierlich in Bild, Ton und Schrift dokumentieren.


Weitere Infos unter www.horizont2020.de

 
 
 
 
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Das war die productronica 2017

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